FAQ zur Liquidation

Zuletzt aktualisiert: 17. März 2026

Coin-M und Multi-M

Der Liquidationspreis für einen bestimmten Kontrakt ist eine Schätzung des Preisniveaus, das eine Liquidation triggern kann. Dies ist nur eine Schätzung und sollte nicht als statisch angesehen werden, da sie von einer Reihe von Variablen beeinflusst werden kann und du dafür verantwortlich bist, dein Kontoguthaben und dein Risiko zu überwachen, um sicherzustellen, dass du ein Risiko eingehst, mit dem du einverstanden bist.

Eine Liquidation wird getriggert, wenn der Portfoliowert einer Derivate-Margin-Wallet unter die erforderliche Maintenance-Margin für alle offenen Positionen in der Derivate-Margin-Wallet fällt. Der geschätzte Liquidationspreis für jeden Kontrakt in der Margin-Wallet entspricht dem Schätzpreis, der, wenn er erreicht wird, dazu führt, dass der Portfoliowert unter die Maintenance-Margin fällt.

Der Liquidationspreis wird durch den Liquidationsschwellenwert der Margin-Wallet bestimmt.

Bei Coin-M-Kontrakten entspricht der geschätzte Liquidationspreis für jeden Kontrakt in der Margin-Wallet dem Schätzpreis, der wenn er erreicht wird, dazu führt, dass der Portfoliowert unter die Maintenance-Margin fällt.

Bei Multi-M-Kontrakten entspricht der geschätzte Liquidationspreis für jeden Kontrakt in der Multi-Collateral-Margin-Wallet dem Schätzpreis, der, wenn er erreicht wird, dazu führt, dass das Margin-Eigenkapital unter die Maintenance-Margin fällt.

Den Liquidationspreis findest du auf der alten Benutzeroberfläche auf dem Reiter Offene Positionen, auf der Kraken Pro Benutzeroberfläche auf dem Reiter „Margin-Positionen“ oder über den WebSocket-API-Feed open_positions.

Nein. Es bedeutet, dass bei deinem aktuellen Kontoguthaben und den derzeitigen Auf-/Abschlägen kein Liquidationspreis ermittelt werden kann.

Nein. Coin-M-Kontrakte und Multi-M verwenden eine separate Margin und die GuV des einen beeinflussen nicht direkt die des anderen.

Kraken Derivate bietet keine Margin-Calls oder andere Warnungen an. Sobald die Liquidationsschwelle erreich wird, werden die entsprechenden Positionen liquidiert. Für Trader ist es daher wichtig, ihre Konten entsprechend zu überwachen.

Du kannst dein Liquidationsrisiko verringern, indem du den Gesamtbetrag des effektiven Leverage deiner Position(en) reduzierst. Dafür kannst du in deine Margin-Wallet für deine offene Positionen Mittel einzahlen oder die Größe deiner Position(en) reduzieren.

Nein. Das Verfahren zum Schutz des Eigenkapitals soll verhindern, dass dein Kontostand aufgrund einer Liquidation negativ wird.

Nur Coin-M

Ja. Die Schätzpreise von Kontrakten mit demselben Kontrakttyp können variieren, was zu einem Verlust in einem Kontrakt führen kann, der nicht durch einen entsprechenden Gewinn in einem anderen Kontrakt gedeckt ist, was zu einer potenziellen Liquidation führt, wenn der Verlust in einem Kontrakt den Portfoliowert unter die Maintenance-Margin bringt.

Die Auf-/Abschläge variieren von Fälligkeit zu Fälligkeit. Der maximale Auf-/Abschlag vom Indexpreis für Perpetual-Derivate-Kontrakte beträgt 1 % und der maximale Auf-/Abschlag vom Indexpreis für feste Fälligkeiten beträgt 20 % bei 210 Tagen bis zur Fälligkeit und 1 % bei 1 Tag bis zur Fälligkeit und wird dazwischen linear interpoliert.

Beispiel: Der Bitcoin Real Time Index (BRTI) liegt aktuell bei 35.000 und ein Trader hat eine Short-Position im Perpetual-Kontrakt und eine Long-Position mit fester Fälligkeit, jeweils mit unterschiedlichen Einstiegspreisen. Beim festen Kontrakt verbleiben noch ~87 Tage bis zur Fälligkeit, was bedeutet, dass der Schätzpreis auf dem Festmarkt bis zu ~8,82 % vom Indexpreis abweichen kann (runter bis 31.913 oder hoch auf 38.087), wohingegen der Perpetual-Kontrakt nur 1 % vom Indexpreis abweichen kann (runter bis 34.650 oder hoch auch 35.350).

Wenn der Preis eines festen Kontrakts so weit fällt, dass der Portfoliowert unter die Maintenance-Margin rutscht (auch dann, wenn die Perpetual-Position im Gewinn wäre), würden all diese Positionen im Margin-Konto liquidiert werden. Beim Risikomanagement von Spread-Positionen ist es wichtig, diese Prämienschwankungen zu berücksichtigen.

Nein. Das Margining für Positionen basiert auf dem Portfoliowert derselben Margin-Wallet (in diesem Beispiel FI_BTCUSD). Wenn der Portfoliowert unter die Maintenance-Margin in der Wallet fällt, werden alle in der Margin-Wallet verwendeten Positionen liquidiert.

Hinweis: Das Exposure in einer Derivate-Margin-Wallet hat keine Auswirkungen auf andere (z. B. hat eine FI_BTCUSD-Liquidation keine Auswirkung auf FI_ETHUSD-Positionen usw.).

Weitere Informationen zum Liquidationsprozess findest du unter Verfahren zum Schutz des Eigenkapitals.

Nur Multi-M

Wenn dein PnL auf deinen Cross-Margin-Positionen dazu führt, dass die Liquidationsschwelle erreicht wird, dein Margin-Eigenkapital aber noch höher ist als die Anforderungen an die Maintenance-Margin sowohl für isolierte als auch für Cross-Positionen, dann sind deine isolierten Margin-Positionen nicht direkt betroffen.

Ja. Wenn dein Sicherheitswert in deiner Multi-M-Wallet an Wert verliert, sodass die Liquidationsschwelle erreicht wird, werden sowohl deine isolierten als auch deine Cross-Margin-Positionen liquidiert. Alle Sicherheiten in der Multi-M-Wallet sind bei einer kontoübergreifenden Liquidation gefährdet. Siehe Leverage und Margining – Übersicht

Eine Liquidationsgebühr fällt an, wenn deine Multi-M-Position aufgrund einer unzureichenden Margin liquidiert wird. Die Liquidationsgebühr entspricht der Hälfte des Mindest-MM% für den Kontrakt. Beispiel: BTC Perpetual würde 0,5 % (1 % * 0,5) betragen. Die Liquidationsgebühr ist auf maximal 5 % begrenzt.

Wenn das Multi-M-Margin-Kontoguthaben unter die Wartungsmargenanforderung, aber über die Liquidationsmargenschwelle fällt, wird eine Teilliquidation eingeleitet, bei der ein Prozentsatz der Position(en) liquidiert wird, bis das Margin-Kontoguthaben entweder:

  • Über der Wartungsmargenanforderung liegt, oder

  • Keine offenen Positionen mehr vorhanden sind

Wenn das Multi-M-Margin-Kontoguthaben unter die Wartungsmargenanforderung und die Liquidationsmargenschwelle fällt, wird eine vollständige Liquidation eingeleitet, bei der die gesamte Position in den Liquidationsprozess übergeht.

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